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Zu Besuch

Zu Besuch im Freiburger Tabakhaus Meier

Freiburg im Breisgau ist eine sehr schöne Stadt. Historische Gebäude, Pflastersteine, Straßencafes und „Bächle“ durchziehen die Innenstadt und da die Sonne im Süden Deutschlands sehr oft scheint, bescheinigen Bürger und Gäste der Stadt durchgehend eine angenehme Lebensqualität. Dies hat sich auch seit der Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes in Baden Württemberg für Raucher nicht wesentlich geändert, denn auch hier typisch Freiburg: viele Wirte setzen das Gesetz nur halbherzig um und in vielen Monaten des Jahres besucht man eh eines der erwähnten Straßencafes, Biergärten oder Gastterrassen und raucht draußen. Unweit von hier wurde lange Tabak angebaut und in der Lahrer Tabakmanufaktur produzierte man Traditionsmarken wie zum Beispiel Reval und Rothändle. Ein kleines Tabakgeschäft in der historischen Rathausgasse blickt ebenfalls auf eine lange Tradition zurück: Das Tabakhaus Meier. Hier bin ich heute zu Besuch.

Seit 1922 versorgt das Unternehmen Freiburgs Raucher mit Zigaretten, Pfeifen, Zigarren und Zubehör und wird heute in der dritten Generation von Herrn Gerhard Huber, seiner Familie und drei Mitarbeitern geführt. Auf 100 Quadratmeter findet der Raucher alles was sein Herz begehrt und im begehbaren Humidor lagern einige exquisiten Zigarren deren Geschichte man durch das Personal kompetent erfährt. Herr Huber berät mich als Zigarettenraucher mit kleinem finanziellem Budget und geduldig erfahre ich welche Möglichkeiten es gibt, selber zu stopfen, zu drehen und welche Zigaretten Qualität zum günstigen Preis bieten und er empfehlen kann.

Persönlich meint Herr Huber zu mir, sei er der Meinung, ich sollte das Zigarettenrauchen aufhören und mir dafür gelegentlich eine schöne Zigarre gönnen, da habe ich mehr von.

Zu meiner Frage, ob er das Rauchverbot an seinem Umsatz merke, verneint er und auch sonst hält er sich zu diesem Thema zurück. Es dauert eine Weile bis er mir vertraut und er mich als Schwätzer und Denunzianten ausschließt, zweites zu Recht.

Nun erfahre ich, dass er persönlich doch gegen dieses Gesetz ist. „Alles wird mittlerweile bestimmt und geregelt und ich warte auf den ersten Nichtraucher, der sich über meine Zigarre beschwert, wenn ich irgendwo draußen meinen Kaffee trinke.“  

Gemeinsam mit anderen Tabakfreunden hat er den Verein „Genussraucher-Freiburg“ gegründet und trifft sich mit ihnen monatlich zum Gedankenaustausch und einer geselligen Runde. Gerhard Huber blickt trotz langer Tradition nach vorne und glaubt nicht, dass das Rauchen gänzlich aus unserer Gesellschaft verschwindet. Gerne hätte ich mit ihm weiter geredet, doch das Geschäft füllt sich und er nimmt sich den weiteren Kunden an, da seine Mitarbeiter alle in Beratungsgesprächen gebunden sind. Die Szene verdeutlicht mir, dass er Recht haben könnte und er mit seiner Familie noch viele Jahre Tabakwaren verkauft.

Auch im Internet ein Besuch wert:  http://www.tabakmeier.com/ 

Geschrieben am: 26.05.08 von Smokey


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