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Zu Besuch

Zu Besuch bei Woermann Cigars

Fernab des heimischen Schwarzwalds mache ich heute einen Besuch beim Zigarrenhersteller Woermann Cigars. Ich freue mich auf kühles Herforder Bier und genüssliche Zigarren…vielleicht gibt es ja ein oder zwei zum probieren.

Eingebettet in die weite Landschaft Ostwestfalens liegt das Familienunternehmen, das auf eine über hundertjährige Geschichte zurückblickt. Freundlich werde ich von Geschäftsführer Peter Wörmann in Empfang genommen. Auf meine weite Anreise angesprochen, erklärt mir Wörmann, dass auch Baden im 19. Jahrhundert ein Zentrum der Zigarrenmanufaktur war.

Er bittet mich, Platz zu nehmen und beginnt zu erzählen. „Die Zigarrenherstellung ist ein traditionsreiches Handwerk und hier in der Region seit fast 200 Jahren tief verwurzelt.“ Er zeigt mir ein paar Schwarz-Weiß-Fotos aus den Anfangsjahren seines Unternehmens.

 

„Damals wurde jede Zigarre einzeln von Hand gerollt. Heute einiges auch maschinell, die Handarbeit ist jedoch nicht verschwunden. Kommen Sie, ich zeige Ihnen gleich mal unsere Produktion!“ In der Halle treffen wir auf Sabine S., die bereits seit über zwanzig Jahren hier arbeitet. Sie mag ihren Beruf: „Zigarren sind Genussmittel. Mir gefällt der Gedanke, dass wir hier etwas herstellen, das Menschen in aller Ruhe genießen. Mit einer Zigarre findet man Entspannung und Muße.“ Allerdings verschweigt Sabine S. nicht, dass sie in letzter Zeit immer öfter Angst um ihren Arbeitsplatz hat. Immer weniger Zigarren werden in Deutschland produziert – eine Folge der zunehmenden gesellschaftlichen Ächtung des Tabakgenusses. Als ich auf das Rauchverbot zu sprechen komme, löst das bei Sabine S. und ihren Kollegen blanke Wut aus. „Damit werden unsere Arbeitsplätze vernichtet!“

Auf Wörmanns Gesicht zeichnen sich Sorgenfalten ab. Dann räuspert er sich und sieht mich an: „Wissen Sie, wenn ich mir das alles hier ansehe, unseren Familienbetrieb, der hier seit über 100 Jahren steht, der zum Ort und zu unserer Region dazu gehört. Und dann machen die in Berlin mal eben ein Nichtraucherschutzgesetz und gefährden damit einen ganzen Industriezweig.“

Das Rauchverbot ist ein Angriff auf die Existenz der Zigarrenindustrie. Es zerstört Arbeitsplätze, zerstört den Mittelstand, zerstört traditionelles Handwerk, zerstört ein jahrhundertealtes Kulturgut. Zeit, zu handeln. In den letzten Monaten hat Wörmann die Protestbewegung www.Zigarrenplattform.de aufgebaut. Fast 2000 Unterstützer haben sich auf dem Online-Portal bereits eingetragen, täglich werden es mehr. Die Seite ist attraktiv gestaltet, bietet vielfältige Informationen und eine Reihe an interaktiven Funktionen. Von der Foto- und Videogalerie bis zum „Genussblog“ ist alles dabei.

„Wir treten ein für Freiheit und Genuss und gegen staatliche Bevormundung“, erklärt Wörmann. „Dass das strikte Rauchverbot in Bayern jetzt gelockert wurde, zeigt, dass der Protest Früchte trägt. Gerade jetzt, wo Landtags- und nächstes Jahr Bundestagswahlen anstehen, sehen wir gute Chancen, dass das Rauchverbot noch mal überdacht wird.“

Sabine S., ihrer Familie und ihren Kollegen wäre das auf jeden Fall zu wünschen.

Mir auch…denke ich abends. Die Belmore von Charles Fairmorn schmeckt wunderbar und viel zu schnell schwinden dazu die kleinen Biere in dem Hotelrestaurant. Das Forsthaus-Limberg (etwa. 10km entfernt) gilt als top Adresse für einen typischen Geniesser von Natur und gutem Essen

Mehr Infos zu einem Wörmann - Besuch:

http://www.woermann-cigars.de/

http://www.roedinghausen.de/index.phtml?mNavID=521.25

http://www.forsthaus-limberg.de

Geschrieben am: 18.04.08 von Smokey


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