Zu Besuch
Zu Besuch bei Smokers Baar e.V.

Das Vereinsheim des süddeutschen „Raucherclubs“ liegt zentral in Donaueschingen und ist täglich ab siebzehn Uhr geöffnet…solange bis die Lichter gelöscht werden. Dies kann je nach Betrieb etwas früher geschehen, aber öfter wird „gequatscht bis in die Puppen“ sagt Hayo Stegk, einer der Gründungsmitglieder des eingetragenen Vereines.
Die Räume der gemütlichen Lounge sind hell eingerichtet und an dem Tresen inmitten der Location lässt es sich Trinken und Rauchen, wie es in den Zeiten vor dem bundesweiten „Nichtraucherschutzgesetz“ in fast allen Bars und Kneipen möglich war. Das Alter des Publikums an diesem Abend schätze ich durchschnittlich auf 35 Jahre und ich komme mit Stefanie, der ehrenamtlichen Tresenfrau schnell in ein Gespräch. Mit Detlef Arndt ist noch ein zweites Gründungsmitglied anwesend und auch mit ihm führe ich bald einen anregenden Dialog.
Die Idee zu „Smokersclub“ stammt aus einem gemeinsamen Stammtisch heraus und war logische Konsequenz auf das drohende Rauchverbot, denn das Gros der Truppe waren aktive Raucher. Als in ihrer Stammkneipe (Szenario) dann das Hinterzimmer für den Tabakgenuss drohte, war die Entscheidung für einen Interessenverein gefallen und der „Smokerclub-Baar.eV. geboren. Dies war im März 2007, da das Bundesland Baden Württemberg als „Musterländle“ das neue Gesetz im August letzten Jahres sehr früh umsetzen wollte.
Ein Jahr später nun feiert man mit hundert Mitgliedern den ersten Geburtstag und ist größtenteils auch stolz auf das Erreichte, wie zum Beispiel die Renovierung der Clublocation und der täglichen Frequenz von Mitgliedern und Gästen.
Zufrieden hingegen sind Detlef und Hayo noch lange nicht. „In den Medien ist bisher der falsche Eindruck entstanden, der „Smokersclub-Baar.eV“ sei eine elitäre Gemeinschaft von Unternehmer, die logengleich unter sich bleiben möchten“.
Der Verein möchte zwar seine Mitgliederzahl bei maximal 150 Personen erst einmal festlegen, aber dies gilt keineswegs für die Nutzung der Lounge…“hier ist uns auch jeder Gast willkommen“ und dafür hat Stefanie hinter der Bar einen Stapel „Besucherkarten“ von denen ich natürlich auch eine bekomme.
Das Bier schmeckt und die Preise der Getränkekarte sind, wie bei Vereinen gängig, sehr günstig. Der „Smokersclub-Baar.eV.“ ist aber kein gastronomischer Betrieb der den heimischen Markt aufmischt, denn zum Teil bringen Gäste und Mitglieder ihre eigenen Getränke mit und die Speisen werden per Anrufe in der Donaueschinger Gastronomie geordert. Veranstaltungen in dem Themenbereich „Genuss“ etwa Whisky und Zigarrenproben sind in den kommenden Monaten geplant und auch an dem eigenem Webauftritt will der Verein, so Detlef Arndt, weiter arbeiten.
Ich fühle mich bei den „Smokers“ aus der Baar wohl und natürlich rauche ich mehrere Zigaretten zu meinem Bier. In Donaueschingen kenne ich nun ein angenehmes „Raucherreservat“ und der Verein sieht mich nicht zum letzten Mal. Auf dem Heimweg fällt mir ein, dass ich vor lauter „Wohnzimmeratmosphäre“ vergessen habe meine Drinks zu bezahlen.
Detlef Arndt meldet mir am nächsten Morgen per email: Entwarnung – er habe meine Bier gerne bezahlt - Halleluja …und vielen Dank, wir sehen uns wieder.
Smokey und Blendlife bleiben in Donaueschingen weiter am Ball...über Tipps, Feedback und ANregungen freue ich mich auf ein Gespräch im Forum.
Geschrieben am: 07.02.08 von Smokey
